Das bange Warten hat ein Ende : ProjectX Nr. 4 ist erhältlich…
aus dem Editorial:
Ok. Es gibt keine Ausreden mehr. Unser temporäres Ableben von der politischen Medienlandschaft in Wien scheint sich von Ausgabe zu Ausgabe der Länge nach auszuweiten. Nichtsdestotrotz freuen wir uns, dass es weitergeht. Die vierte Ausgabe der Project X ist da und wir hoffen euch somit die ein oder andere Stunde interessanter Lektüre zu bescheren.
Aus aktuellem Anlass liegt der Schwerpunkt dieser Ausgabe beim Thema „Repression kennt keine Grenzen – Solidarität braucht keine“. Leider sind wir ja nicht in der Situation der Bolschewiki oder anderen revolutionären Kräften, denen nach der Oktoberrevolution im Jahre 1918 sämtliche Unterlagen der gefürchteten Geheimpolizei Ochrana in die Hände vielen. Wunderbar beschrieben hat dies Victor Serge in seinem Text „Was jeder Revolutionär über die Repression wissen muß.“
Was wir wissen, was wir wissen können, ergibt sich aus den Prozessberichten, Prozessakten, den Prozessaussagen der Bullen und durch den Austausch unserer Erfahrungen.
Es erschien uns wichtig, nicht bloß über konkrete, in letzter Zeit erfolgte, Repressionsschläge zu berichten, sondern Beiträge zu veröffentlichen, die sich mit den mittel- und langfristigen Konsequenzen staatlicher Einschüchterungsmethoden und unserem Umgang damit auseinandersetzen.
In der Rubrik „Debatte“ stehen sich zwei Texte gegenüber, die das Verhältnis von linksradikaler Gesellschaftskritik und Verbotsgesetz thematisieren. Die „Artefacts“ liefern wie immer diverse Buch- und Filmbesprechungen, wie bspw. einen Einblick in die Visualität als Teil queerer Politik, einen spannenden Krimi, und vieles mehr…
Wir wünschen euch viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns – wie immer – über Post von euch!
Eure, weitherin konsequent mit der Gesamtsituation unzufriedene, Project X Redaktion


